Familienrezepte: Piadina alla Mamma Paola

Piana oder Piadina ist vor allem in Norditalien genauer gesagt in der Romagna verbreitet. Schon als ich klein war gab es es überall in Rimini und Bologna kleine Buden die die leckeren Brote mit diversen Füllungen verkauft haben. Piada war früher ein typisches Arme Leute Essen, man brauchte keine teuren und speziellen Zutaten um die vielseitigen Teigfladen zu zaubern.

Ich habe jetzt auch die Gelegenheit genutzt unser altes Familienrezept auszugraben und Euch zu präsentieren ;-).

Piada wird traditionell auf speziellen gusseisernen Platten gebacken, die man allerdings in Deutschland nicht kaufen kann. Eine normale gusseiserne Pfanne tut es aber auch, keine Sorge!

Piada_belegt

Ihr braucht dazu:

  • 500 gr Mehl
  • 1 TL Natron
  • 1 TL Salz
  • 100 ml neutrales Öl (z.B. Sonnenblumenöl)
  • 200 ml lauwarmes Wasser

PiadaZutaten

Und so geht es:

Vermischt alle Zutaten zügig miteinander und formt eine glatte Teigkugel. Die muss erstmal für 1-2 Stunden an einem warmen Ort ruhen, bevor ihr daraus kleine Teigkugeln formt, die ihr nochmal unter einem Tuch gehen lasst.

Anschließend rollt ihr die Kugeln zu runden Fladen aus und befördert sie in die heiße gusseiserne Pfanne (Rauchmelder freuen sich manchmal etwas zu euphorisch über die Mehlrückstände, daher aufpassen!).

PiadaBsp

Sobald sich auf der Oberfläche der Piada Blasen bilden ist er bereit für die Wendung. Nachdem er von beiden Seiten durchgebacken wurden nach Herzenslust belegen und genießen :-). Sollte etwas übrig bleiben könnt ihr die Piada auch bedenkenlos einfrieren!

Was Füllung/Belag angeht sind Eurer Phantasie keine Grenzen gesetzt. Netterweise schmeckt der Teig recht neutral, so dass man ihn mit herzhaften aber auch süßen Belag erfreuen kann.

Meine Tipps:

  • Parmaschinken
  • Parmaschinken mit Rucola und Mozzarella
  • Stracchino
  • Ricotta
  • Bratwurst
  • Bratwurst-Kartoffel Mix
    • Ihr braucht hierfür 1-2 grobe Bratwürste und 3-4 festkochende Kartoffeln. Kartoffeln schälen, kochen und grob klein drücken. Die Bratwurst wird von ihrer Pelle befreit und die Füllung wird zusammen mit den Kartoffeln scharf angebraten. Mit Salz und Pfeffer würzen und fertig ist der kreative Aufstrich.

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